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BEAR test Deutsch

Projekt „Kongenitaler Hörverlust bei Britischen Hütehunden
An dem Institut für Tierzucht und Vererbungsforschung, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover läuft unter Führung von Prof. Dr. Ottmar Distl ein Forschungsprojekt zur molekulargenetischen Aufklärung des angeborenen ein- oder beidseitigen Hörverlusts beim Hund. Zur molekulargenetischen Aufklärung dieser Anomalie werden EDTA-Blutproben Proben von Hunden aus Familien der Britischen Hütehunde benötigt. Nach Möglichkeit sollen von den Eltern und möglichst allen Wurfgeschwistern eines betroffenen Tieres Proben genommen werden. Besonders hilfreich für das Projekt sind Würfe und Tiere, von denen entweder weitere Wurfgeschwister oder weitere Verwandte (z.B. Halbgeschwister des Vaters oder der Mutter) betroffen sind. Zu den EDTA-Blutproben soll eine Kopie der Ahnentafel sowie der AEP (BAER=Audiometrie)-Ergebnisse beigelegt werden. Dieses Probenmaterial steht ausschließlich den mit dem Forschungsprojekt beauftragten Mitarbeitern des Instituts für Tierzucht und Vererbungsforschung zur Verfügung. Bei Verwendung der Daten für wissenschaftliche Zwecke werden alle Angaben anonymisiert, so dass keine Rückschlüsse auf die Identität des Hundes, des Besitzers, Züchters und das Herkunftsland möglich sind. Eine Abgabe von Probenmaterial durch das Institut an Dritte erfolgt nur, wenn ein Auftrag des Besitzers vorliegt.
Taubheit

Taubheit kann angeboren oder erworben sein. Angeborene Taubheit kommt leider gelegentlich, wie bei vielen anderen Rassen und bei Mischlingen, auch bei einigen unserer britschen Hütehunde vor.

Nun mag man der Meinung sein, dass ein tauber Hund zweifelsfrei für jeden Züchter oder Besitzer erkennbar ist. Doch das ist nicht ganz so einfach. Bei tauben Welpen sind die anderen Sinnesorgane weiter entwickelt als bei anderen Welpen gleichen Alters. So versuchen sie schon sehr früh ihre Defizite zu kompensieren. In einem Wurf orientieren sich taube Welpen immer an ihren Geschwistern, so dass ein Züchter unter Umständen einen tauben Welpen garnicht unbedingt bemerkt. In Einzelhaltung beim neuen Besitzer wird ein solcher Defekt dann allerdings ziemlich schnell deutlich.

Weitaus problematischer sind allerdings einseitig taube Welpen. Nicht etwa für den Welpen selbst, der ist besser dran als einer, der garnicht hören kann, aber für die Zucht, denn einseitig taube Hunde vererben ihren genetischen Defekt genauso wie beidseitig taube Hunde.

Zuverlässig festgestellt werden kann ein- oder beidseitige Taubheit nur durch eine Hirnstamm-Audiometrie. Das ist ein elektrodiagnostischer Test, der die Reaktion des Gehörs auf akkustische Reize mißt. Für einen solchen Test benötigt man ein entsprechendes Spezial-Gerät, welches nur wenige Tierärzte besitzen. Ganz billig ist eine solche Untersuchung leider nicht…

Die Genetik der Taubheit ist sehr kompliziert. Es handelt sich um einen noch ungeklärten polygenen Erbgang. Das macht die Sache sehr schwierig und führt letztlich dazu, dass man die Taubheit auch mit zuchthygienischen Maßnahmen nicht in einer Rasse gänzlich eleminieren kann. Man kann ihr Vorkommen aber deutlich verringern und das sollte das Ziel sein. Deshalb empfehle ich, zumindestens alle Zuchttiere audiometrisch untersuchen zu lassen. Hat man in einem Wurf Zweifel an der Hörfähigkeit einzelner Welpen, sollte man das selbstverständlich zuverlässig abklären lassen. Man sollte auch immer bedenken, dass beidseitig hörende Hunde Träger von Genen sein können, die Taubheit hervorbringen, und dass hörende Geschwister hörbehinderter Welpen  ein erhöhtes Risiko haben, selbst Träger zu sein.

Eine Liste von Tierärzten, die die Audiometrie durchführen können, finden Sie im Internet auf der Seite des CfBrH.

Sollten Sie über Audiometrie-Befunde Ihrer Hunde verfügen, senden Sie diese bitte an den CfBrH, denn wir erfassen diese neuerdings mit im Zuchtbuch.

– Heike Bilsheim, Referentin für Zuchtfragen

BEAR test English

The hearing test known as the brainstem auditory evoked response (BAER) or brainstem auditory evoked potential (BAEP) detects electrical activity in the cochlea and auditory pathways in the brain in much the same way that an antenna detects radio or TV signals or an EKG detects electrical activity of the heart. The response waveform consists of a series of peaks numbered with Roman numerals: peak I is produced by the cochlea and later peaks are produced within the brain. The response from an ear that is deaf is an essentially flat line. In the sample recordings shown below, Puppy 1 heard in both ears, Puppy 2 was deaf in the left ear, Puppy 3 was deaf in the right ear, and Puppy 4 was deaf in both ears. Because the response amplitude is so small it is necessary to average the responses to multiple stimuli (clicks) to unmask them from the other unrelated electrical activity that is also present on the scalp (EEG, muscle activity, etc).

The response is collected with a special computer through extremely small electrodes placed under the skin of the scalp: one in front of each ear, one at the top of the head, and one between and behind the eyes. It is rare for a dog to show any evidence of pain from the placement of the electrodes - if anything the dog objects to the gentle restraint and the irritation of wires hanging in front of its face. The stimulus click produced by the computer is directed into the ear with a foam insert earphone. Each ear is tested individually, and the test usually is complete in 10-15 minutes. Sedation or anesthesia are usually not necessary unless the dog becomes extremely agitated, which can usually be avoided with patient and gentle handling. A printout of the test results, showing the actual recorded waveform, is provided at the end of the procedure. Test results are confidential, but anonymous details will be used in Dr. Strain's ongoing deafness research for later publication and education of veterinary practitioners.